Pressebericht vom Preisschafkopfturnier

Am Samstagabend, den 26.10.2013 fand unser alljähriges, traditionelles Preisschafkopfturnier statt.

Überraschenderweise kam Journalist Horst Born vom Lohrer Echo und berichtete darüber.

Für den großen, schönen Bericht und für die Veröffentlichung hier auf unserer Homepage bedanken wir uns recht herzlich.

 

Pressebericht und Fotos aus der Zeitung Lohrer Echo vom 29.10.2013 von Horst Born:

Augen sammeln mit Solo und Wenz

Kartenspiel: Preisschafkopf der Freiwilligen Feuerwehr in Steinfeld mit 56 Teilnehmern - Spaß im Vordergrund

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Wettstreit um Augen und Punkte: Konzentriert saßen die 56 Kartenspieler beim Preisschafkopf der Freiwilligen Feuerwehr am Samstagabend in Steinfeld an den Tischen.

 

Steinfeld.     Es geht ruhig und konzentriert zu. Nur nicht stören, heißt die Devise beim Preisschafkopf am Samstagabend für die 56 Teilnehmer. Im Vordergrund steht der Spaß am Denksportspiel. Leise zu hören ist, ich rufe die „Alte" oder Solo und Wenz.

Das Turnier des urbayerischen Kartenspiels hat Tradition in Steinfeld. Wie der Kommandant Ralf Ebert mitteilte, wird dieses seit 1984 von der Feuerwehr ausgerichtet. 1993 waren es 23 Partien und das Feuerwehrhaus proppenvoll, eine Partie saß sogar im Treppenhaus.

Am Samstagabend waren es 15 Partien. Unter den Spielern sind viele Stammgäste. Veranstaltet wird das Duell der „Kartler" immer jährlich an dem Wochenende, wo die Sommerzeit endet, dadurch ist der Termin leicht zu merken.

Die Kartenfreunde kommen bis aus Würzburg, Dertingen bei Wertheim, Schwebenried, Markheidenfeld, Oberwittbach, aus den Spesartgemeinden, aus dem Altlandkreis Lohr, den umliegenden Gemeinden der fränkische Platte und selbstverständlich waren auch zwölf aus Steinfeld dabei.

Die Köpfe rauchen, aber es geht erstaunlich ruhig zu. Keiner moniert, wenn der gerufene Partner, nach seiner Ansicht, die falsche Karte ausgespielt hat. Das Kartenspiel, das ein Teil bayerischer Lebensart ist, soll Spaß machen und die Geselligkeit dienen, sagt zum Beispiel Ulrich Stamm aus Schwebenried.

Warum er mitmacht? „ich will gewinnen", stellt Raimund Endres aus Rohrbach heraus. Die besondere Herausforderung jeder neu gemischten Runde sei, dass immer andere Konstellationen aus den 32 Karten entstehen, von denen jeder der vier Spieler acht Stück bekommt. Daraus lassen sich viel kreative Möglichkeiten bilden um die 61 Punkte (Augen) zu holen, die zum Gewinn nötig sind.

Ob allein mit einem Solo oder Wenz gegen die anderen drei Spieler oder mit einem über das gerufene Ass gefunden Partner. Mit 91 Augen ist mit Schneider gewonnen; werden alle acht möglichen Stiche von einer Seite gemacht, gilt das schwarz als gewonnen. Mit 31 Augen ist die Spielerpartei Schneider frei. Für die Nichtspielerpartei hingegen ist entsprechend das Spiel mit 60 Augen gewonnen. Ausnahme bilden die als Tout angesagten Spiele, welche nur als gewonnen gelten, wenn alle Stiche gemacht werden.

Nur nicht verbissen sein und sich zu sehr hineinsteigern, rät Armin Fröhlich aus Frammersbach. Sich nicht stören lassen und konzentrieren auf das eigene Blatt steht für Konrad Diener aus Erlenbach im Fokus.

Das Turnier gewann schließlich Edgar Walz, ein Stammgast aus Wiesenfeld mit hervorragenden 725 Punkten. Zweiter wurde Bernd Oberndorf aus Dietenhan bei Wertheim und den dritten Platz belegte Bernd Ramspeck aus Retzstadt.

   
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